Fuß- und Radverkehr: umweltfreundlicher gehts nicht

Wer sich besonders umwelt- und klimafreundlich bewegen will, läuft bzw. nutzt das Rad. Mit jährlich 15 Mio. Euro wollen wir den Radverkehr in Sachsen fördern. Ziel ist es, den Anteil der in Sachsen mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege bis zum Jahr 2025 auf 20 Prozent verdoppeln. Maßnahmen wie mehr Abstellplätze an ÖPNV-Haltepunkten und die Entwicklung eines echten Radwegenetzes in Sachsen sollen dieses Ziel in erreichbare Nähe rücken.
Den Anteil der Wege zu Fuß wollen wir auf 35 Prozent bis zum Jahr 2020 steigern. Eine landesweite Fußwegekonzeption soll helfen, sachsenweit Schwachstellen bei Fuß- und Wanderwegen aufzudecken und entsprechend Abhilfe zu schaffen.

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GRÜNE Welle für alle

Wir wollen Fußwege, Bus, Bahn, Auto und Rad verbinden, um mobil zu sein. Mit unserem landesweiten integralen "Taktfahrplan Sachsentakt 21", der alle in Stadt und Land schnell ans Ziel bringen soll, wollen wir für bezahlbaren, klima- und umweltfreundlichen Verkehr sorgen. Ein Schwerpunkt dabei ist der Radverkehr. Er ist umweltfreundlich, stadtverträglich und stellt einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität dar.

Wir wollen:

  • tagsüber mindestens im Stundentakt verkehrende Züge, verbesserte Direktverbindungen sowie garantierte Anschlüsse.
  • einen sachsenweiten Tarif und ein Mobilitätsticket für Menschen mit geringem Einkommen.
  • ein echtes sächsisches Radwegenetz für den Alltagsverkehr ausbauen und touristische Routen zum Nutzen aller verknüpfen.

Autos: Teilen statt besitzen!

Für viele Menschen wird es zunehmend sinnvoller und preiswerter, kein eigenes Auto zu besitzen, sondern Carsharing-Angebote zu nutzen. Landesbehörden und nachgeordnete Einrichtungen des Freistaates könnten mit der Nutzung von Carsharing Vorbild sein und ihren Fuhrpark schrittweise auflösen. Das entlastet die Umwelt, hilft Kosten zu sparen und trägt auch zur Etablierung von Carsharing-Angeboten im ländlichen Raum bei - und das alles ohne Einschränkungen der eigenen Mobilität.

Wohnen: kein Luxus sondern ein Grundbedürfnis

Wohnraum wird insbesondere in Sachsens Groß- und Mittelstädten immer knapper und damit teurer. Deshalb setzen wir uns dafür ein, die Obergrenzen für Mieterhöhungen bei bereits bestehenden Verträgen abzusenken. Preissteigerungen von 20 Prozent innerhalb von drei Jahren sind möglich, können aber in ausgewählten Gebieten auf 15 Prozent abgesenkt werden. Für Kommunen wollen wir mehr Handlungsspielräume, um in einzelnen Orts- oder Stadtteilen auch bei der Wiedervermietung Mietobergrenzen einführen zu können.  
Für mehr Lebensqualität in Wohnungen und Wohnvierteln setzen wir auf Barrierefreiheit, kinderfreundliche Freiräume, Stadtgrün und Angebote für Jung und Alt. Modellprojekte für autofreies Wohnen wollen wir besonders unterstützen. Wohnformen, die das Leben von Älteren und Personen mit besonderem Hilfs- und Betreuungsbedarf erleichtern, bedürfen mehr Förderung. Ökologisches, gesundes und bezahlbares Bauen und Wohnen ist unser Leitbild. Der Einsatz von natürlichen und nachwachsenden Baustoffen, von Recyclingbaumaterial und von schadstoffarmen Stoffen hilft, umweltfreundlicher und gesünder zu leben. Schädliche Baustoffe sollen nicht mehr verwendet werden dürfen. Dabei setzen wir auf ein Ökosiegel für Bauprodukte sowie auf Verbraucherinformation und gezielte Förderung. Wir unterstützen eine Rauchmelderpflicht für Wohnungen, Unterkünfte und Beherbergungsbetriebe.

Gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land

In Sachsen gibt es seit vielen Jahren eine sehr unterschiedliche Entwicklung der drei Großstädte und der ländlichen Räume: Während die urbanen Zentren wachsen, schrumpfen viele ländliche Regionen. Wir wollen die ländlichen Räume stärken, indem wir den Kommunen mehr Gestaltungsspielraum für Eigeninitiativen geben, denn sie sind Experten in eigener Sache. Und natürlich müssen politisch die Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass das Leben im ländlichen Raum attraktiv ist. Das fängt bei wohnortnahen Schulen an, geht über eine gute ÖPNV- und Internetanbindung und hört bei der Finanzierung kultureller Angebote noch lange nicht auf. Ein partnerschaftlich angelegter kommunaler Finanzausgleich zwischen Kommunen und Freistaat ist dringend geboten, um die Kommunen nicht im Stich zu lassen. Ziel muss es sein, gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu garantieren.
Tourismus ist eine wichtige Säule der Erwerbswirtschaft im ländlichen Raum. Daher kommt der Bewahrung und bewussten Nutzung der Natur und des kulturhistorischen Erbes besondere Bedeutung zu. Insbesondere die Gruppe der technischen Denkmale aber auch viele Schlösser, Gutshäuser und andere historisch wertvolle Bauten befinden sich in bedrohlichem Zustand. Um die sächsische Denkmallandschaft zu erhalten, unterstützen wir die Vernetzung und Einrichtung von Denkmaldatenbanken für potenzielle Investorinnen und Investoren. Engagierte private Denkmaleigentümer wollen wir stärker finanziell fördern.

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